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	<title>Praxis Zungenbrecher &#187; admin</title>
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	<description>Behandlung von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen</description>
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		<title>Schluckstörung (Dysphagie) Teil 1- Definition, Schluckablauf, Symptome, Ursachen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2015 15:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dysphagie]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Schluckstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Aspiration]]></category>
		<category><![CDATA[verschlucken]]></category>

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		<description><![CDATA[Schluckstörung (Dysphagie) 1. Was ist eine Schluckstörung? Essen und Trinken ist nicht nur überlebensnotwendig, sondern bietet jedem Menschen, jeden Alters, ein hohes Maß an Lebensqualität, da die tägliche Mahlzeit nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch soziale Interaktion und Kommunikation ist. Die Erfahrung, nicht (mehr) richtig essen und trinken zu können, führt zu einer erheblichen Einschränkung des [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Schluckstörung (Dysphagie) </b></p>
<p><b>1. Was ist eine Schluckstörung?</b></p>
<p>Essen und Trinken ist nicht nur überlebensnotwendig, sondern bietet jedem Menschen, jeden Alters, ein hohes Maß an Lebensqualität, da die tägliche Mahlzeit nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch soziale Interaktion und Kommunikation ist. Die Erfahrung, nicht (mehr) richtig essen und trinken zu können, führt zu einer erheblichen Einschränkung des Alltags. An Stelle von Genuss tritt die Angst vor dem Verschlucken oder sogar der Verzicht auf eine natürliche Nahrungsaufnahme.</p>
<p>Die Schluckstörung  (Dysphagie) ist ein komplexes Störungsbild. Sie kann sowohl im Säuglings- und Kleinkind- als auch im Erwachsenenalter auftreten und wird durch verschiedene Ursachen ausgelöst, die im weiteren Verlauf beschrieben werden.  Widmen wir uns zunächst den Grundlagen. Um eine Fehlfunktion/Störung des Schluckens zu verstehen, sollte der physiologische/korrekte Ablauf bekannt sein.</p>
<p>Der Schluckakt ist ein hochkomplexer Prozess zum Transport von Speichel, Nahrung und Flüssigkeiten vom Mundraum in den Magen, an dem 50 Muskelpaare und 6 Hirnnerven beteiligt sind. Dysphagie bezeichnet die Unfähigkeit eine oder all diese Konsistenzen sicher vom Mund in den Magen zu transportieren. Der Schluckakt ist unterteilt in 4 Phasen, die im Folgenden beschrieben werden.</p>
<div id="attachment_398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2015/02/Foto-26.jpg"><img class="size-full wp-image-398" alt="Schluckstörung (Dysphagie)" src="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2015/02/Foto-26.jpg" width="640" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Schluckstörung (Dysphagie)</p></div>
<p><span id="more-395"></span></p>
<p><b>2. Phasen des physiologischen Schluckablaufs</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. orale Vorbereitungsphase (Kauphase):</span></p>
<p>Die orale Vorbereitungsphase beschreibt die Aufnahme von Flüssigkeiten oder Nahrung in den Mund und beeinflusst außerdem die Voreinstellung der Lippen und regt die Speichelproduktion an. Beim Anblick eines Apfels bereiten wir uns beispielsweise darauf vor, den Mund weit zu öffnen, um zubeißen zu können. Im Mund werden Speisen zerkleinert, mit Speichel vermischt und auf der Zunge sensorisch untersucht. Beschaffenheit, Geschmack, Temperatur und Volumen werden überprüft und beeinflussen den Ablauf des Zerkleinerns bzw. Kauens. Die Dauer dieser Phase ist stark variierend und willentlich beeinflussbar.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2. orale Phase (Transport durch den Mundraum): </span></p>
<p>Der zu einem schluckfertigen Bissen geformte Speisebolus wird auf der Zunge platziert und mit einer Wellenbewegung über die Hinterzunge in den Oropharynx (Mundrachen) transportiert, bis zur Auslösung des Schluckreflexes. Die Dauer der oralen Transitzeit beträgt ca. 1 Sekunde.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3. pharyngeale Phase (Transport durch den Rachenraum): </span></p>
<p>Die pharyngeale Phase beginnt, wenn der Schluckreflex ausgelöst wird. Dies geschieht, wenn der Speisebolus den vorderen Gaumenbogen passiert hat. In dieser Phase wird der Speisebolus durch eine reflexgesteuerte Bewegungskette unter gleichzeitigem Schutz der Atemwege vom Oropharynx (Mundrachen) in den Hypopharynx (unterer Schlundbereich) befördert.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">4. ösophageale Phase (Transport durch die Speiseröhre):</span></p>
<p>Transport des Bolus durch den Ösophagus (Speiseröhre) in den Magen. Der Speisebolus gelangt in dieser letzten Phase in den Ösophagus (Speiseröhre) und wird mittels peristaltischer Wellen in den Magen befördert. Dieser reflektorische Ablauf dauert ca. &lt;20 Sekunden, je nach Beschaffenheit des Bolus und Alter der Person.</p>
<p><b>3. Symptome einer Schluckstörung</b></p>
<p>In jeder Phase des Schluckens, kann es zu Störungen des Ablaufs kommen. Das Ausmaß der Beeinträchtigung hängt sowohl davon ab, wie stark die einzelne Phase betroffen ist als auch wie viele Phasen Störungen aufweisen.  Folgende Symptome bzw. Änderungen beim Ess- und Trinkverhalten können auf eine Dysphagie hinweisen. Sollten Sie dies bei sich oder einer anderen Person beobachten, suchen Sie zur genaueren Abklärung unbedingt einen Arzt auf.</p>
<p>- ein Druck- oder Kloßgefühl im Hals</p>
<p>- Steckenbleiben von Nahrung / Flüssigkeiten in der Kehle</p>
<p>- Erstickungsanfälle bzw. Husten nach dem Essen / Trinken</p>
<p>- eine &#8220;feuchte&#8221; oder gurgelnde Stimme nach dem Schlucken</p>
<p>- Herauslaufen von Speichel aus dem Mund</p>
<p>- Kauschwierigkeiten/ -störungen</p>
<p>- eine verminderte Beweglichkeit der Zunge</p>
<p>- ein fehlender Würgereflex</p>
<p>- gestörte Sensibilität (Gefühlswahrnehmung) im Mund-Rachen-Bereich</p>
<p>- kleinere Nahrungsmengen und/oder verminderte Nahrungs- oder Trinkmenge</p>
<p>- veränderte Haltung beim Schlucken (z.B. Vorneigung des Kopfes)</p>
<p>- unklare Fieberschübe, akute oder wiederkehrende Lungenentzündungen</p>
<p><b>3. Erkrankungen als Ursache</b></p>
<p>Eine Dysphagie kann aufgrund  verschiedener Erkrankungen auftreten. Dazu zählen neurologische Erkrankungen, darunter Muskel- oder Nervenkrankheiten, Erkrankungen im Hals und Rachen, Kopfverletzungen, sowie krankhafte Veränderungen der Speiseröhre und deren Umgebung im Brustraum. Im Folgenden haben wir Ihnen einen groben Überblick zusammengestellt:</p>
<p>- Schlaganfall</p>
<p>- Demenz</p>
<p>- Bewusstseinsstörungen</p>
<p>- Herz-Kreislauf-Erkrankungen</p>
<p>- Lyme-Borreliose bzw. Neuroborreliose und andere infektiöse Entzündungen (Enzephalitis) des Nervensystems</p>
<p>- Schädel-Hirn-Trauma</p>
<p>- Schluckstörungen im hohen Lebensalter (Presbyphagie)</p>
<p>- Rückflusskrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit; engl. Abkürzung: GERD)</p>
<p>- Entzündungen und Geschwüre der Speiseröhre</p>
<p>- Guillain-Barré-Syndrom</p>
<p>- entzündliche Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Multiple Sklerose)</p>
<p>- degenerative Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Morbus Parkinson)</p>
<p>- Tumore im Gehirn</p>
<p>- Krebserkrankungen im Halsbereich, der Speiseröhre und im Übergang zum Magen</p>
<p>- Tumoroperationen und Bestrahlung im Bereich der Schluckwege (Mund, Hals/Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre</p>
<p>- amyotrophe Lateralsklerose (ALS)</p>
<p>- Myasthenia gravis</p>
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		<title>Demenz und Alzheimer &#8211; Was ist das?</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2014 22:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Vergessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Demenz- Was ist das? Liebe Patienten, den Welt- Alzheimertag- der 21. September und die Tatsache, dass momentan etwa 1,4 Millionen Demenzerkrankte in Deutschland leben, nehmen wir zum Anlass um Ihnen die Krankheit Demenz und den Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer genauer zu erläutern. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die Krankheit, die Symptome, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Demenz- Was ist das?</b></p>
<p><b></b>Liebe Patienten,</p>
<p>den Welt- Alzheimertag- der 21. September und die Tatsache, dass momentan etwa 1,4 Millionen Demenzerkrankte in Deutschland leben, nehmen wir zum Anlass um Ihnen die Krankheit Demenz und den Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer genauer zu erläutern.</p>
<p>Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die Krankheit, die Symptome, den Verlauf und den Therapiemöglichkeiten und Sie erhalten Tipps im Umgang mit Demenz-Patienten.</p>
<p><b></b><b>1. Definition</b></p>
<p>Demenz ist ein Oberbegriff für mehr als 50 verschiedene Krankheitsformen, die unterschiedlich verlaufen, aber alle zum Verlust der geistigen Leistungsfähigkeiten wie Denken, Erinnern und Orientierung führen.</p>
<p>Oft wissen Betroffene aber auch Angehörige nicht, wie sie den Alltag mit den Hürden der zunehmenden Vergesslichkeit meistern sollen. Wo wohne ich? Wer bist du? Was wollte ich jetzt eigentlich erledigen? So könnten die Gedanken der Betroffenen lauten.</p>
<p><span id="more-355"></span></p>
<p><strong>2. Welche Formen von Demenz gibt es?</strong></p>
<p>Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Demenzen unterschieden. Sekundäre Demenzen entstehen in Folge einer bereits bestehenden Grunderkrankung wie zum Beispiel Gehirnverletzungen oder Tumore. Bekannt ist zudem die Demenz bei der Parkinson Krankheit.  Auch einige Arzneistoffe wie Gifte, Drogen oder Alkoholmissbrauch können zu einer Demenz führen.</p>
<p>Zu den primären Demenzen zählt die <b>Alzheimer-</b> Krankheit, die mit ca. 2/3 der Betroffenen die meist vorkommende Form der Demenz ist. Gründe hierfür liegen im Absterben bestimmter Nervenzellen und Nervenverbindungen im Gehirn. Betroffen sind vor allem die Regionen, die für Gedächtnis, Denken, Orientierung und Sprache zuständig sind. Die Ursachen hierfür sind zwar noch nicht endgültig geklärt, fest steht aber, dass überschüssige Eiweißpartikel eine entscheidende Rolle spielen. Auch erbliche Faktoren können beteiligt sein. Betroffen sind häufig Patienten ab 65 Jahren.</p>
<p>Die <b>vaskuläre Demenz</b> ist die zweithäufigste Demenzform und findet ihren Ursprung in Durchblutungsstörungen. Verantwortlich für die Durchblutungsstörungen sind kleine Schlaganfälle, also krankhafte Veränderungen der Gefäße, wodurch das Gewebe des Gehirns zerstört wird. Die Symptome der vaskulären Demenz ähneln der der Alzheimer- Krankheit im Anfangsstadium, setzen jedoch schneller und heftiger ein.</p>
<p>Eine andere Form der Demenz ist die <b>Lewy- Körperchen- Demenz</b>. Diese ähnelt der Alzheimer-Krankheit und hat auch ähnliche Ursachen: In den Nervenzellen des Gehirns lagern sich Eiweißreste ab, die nicht richtig abgebaut werden. Typische Symptome sind Halluzinationen, das Gedächtnis bleibt jedoch oftmals länger erhalten.</p>
<p>Die <b>Frontotemporale Demenz</b>, auch Pick-Krankheit oder Morbus Pick genannt, gehört zu den selteneren Formen der Demenz. Die Krankheit äußert sich mit anderen Symptomen. Meist ändert sich die Persönlichkeit der Betroffenen. Sie sind leicht reizbar und verhalten sich oft unsozial, während ihr Gedächtnis weitgehend erhalten bleibt. Ursache liegt in den betroffenen Hirnregionen. Bei der frontotemporalen Demenz sind zuerst die Regionen betroffen, die das soziale Verhalten steuern.</p>
<p><b>3. </b><b>Verlauf/ Stadien</b></p>
<p>Da sich die Symptome der Demenz bei den verschiedenen Formen oft ähneln, lässt sich der Verlauf der Krankheit in drei Stadien einteilen.</p>
<p>1. Frühes Stadium</p>
<p>Im frühen Stadium weisen Betroffene oft Probleme im Kurzzeitgedächtnis auf. Neue Informationen können nur schlecht behalten werden und Gegenstände werden zunehmend verlegt. Beispielsweise wissen Betroffene am Ende von gelesenen Zeitungsartikeln nicht mehr worum es ging, haben Schwierigkeiten sich auf Gespräche zu konzentrieren und leiden unter Wortfindungsstörungen. Auch treten erste Probleme in der räumlichen Orientierung auf. So finden sich Patienten in neuen Umgebungen oft nicht zurecht.</p>
<p>Diese Phase der Krankheit kann fünf bis zehn Jahre, oder auch länger anhalten. Betroffene bauen sich oft aus Scham und Angst einen Schutzwall von Ausreden auf um die Symptome vor Anderen zu verheimlichen.</p>
<p>2. Mittleres Stadium</p>
<p>In diesem Stadium verschlechtern sich Sprache und Sprachverständnis der Betroffenen zunehmend. Es zeigen sich Fehler im Satzbau, Antworten werden floskelhaft gegeben und in Unterhaltungen verlieren Betroffene oft den &#8220;roten Faden&#8221; und können dem Gesprächsverlauf nicht mehr folgen. Zudem wird der Informationsabruf aus dem Langzeitgedächtnis und die zeitliche und räumliche Orientierung zunehmend schwerer. Tageszeiten und Daten werden oft durcheinander gebracht. Bei vielen Betroffenen ist auch der <a title="Interner Link zur Rubrik 'Wenn Tag und Nacht durcheinandergeraten' (Seite öffnet im gleichen Fenster)" href="http://www.wegweiser-demenz.de/tag-und-nacht.html">Schlaf-Wach-Rhythmus</a> gestört.</p>
<p>In dieser Phase kann es zu Persönlichkeits- und Verhaltensveränderungen der Betroffenen kommen. Dies äußert sich z.B. in Aggression, Ratlosigkeit oder Zurückhaltung.</p>
<p>3. Spätes Stadium</p>
<p>Im späten Stadium können Schluckbeschwerden auftreten und die Betroffenen sind aufgrund der ausbleibenden Kommunikation und Orientierung, sowie dem Kontrollverlust von Körperfunktionen (Blase- und Darmkontrolle) auf Hilfe angewiesen.</p>
<p><b>4. </b><b>Medikamentöse/ nicht medikamentöse Therapie</b></p>
<p>An dieser Stelle ist wichtig zu erwähnen, dass Demenz nicht heilbar ist. Aber durch eine gute medikamentöse als auch nicht medikamentöse Therapie lässt sich der Verlauf der Krankheit hinauszögern und die Lebensqualität der Betroffenen steigern. Je früher eine Diagnose feststeht, desto besser lassen sich die Symptome behandeln.</p>
<p>Mit Medikamenten, insbesondere im frühen und mittleren Stadium der Erkrankung, können die Alzheimer-Symptome gelindert und der Krankheitsverlauf hinausgezögert .werden. Häufig verschreiben Ärzte Mittel gegen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen (Antidementiva) sowie gegen Depressionen (Antidepressiva) und gegen aggressives Verhalten und Wahnvorstellungen, die nicht anders beeinflussbar sind (Neuroleptika).</p>
<p>Eine nicht medikamentöse Therapie kann verschiedene Behandlungsmethoden umfassen und ist bei jedem Patienten individuell abzustimmen. Vielen Patienten hilft , vor allem kurz nach der Diagnosestellung und der damit verbundenen Unsicherheit, Wut, Angst und oft auch Depression, eine <b>Verhaltenstherapie,</b> unterstürzt durch Psychologen oder Psychotherapeuten.</p>
<p><b>Logopädie</b> befasst sich mit der Behandlung von Sprachstörungen, worunter die typischen Wortfindungsstörungen bei Demenzerkrankten fallen. Ziel ist die Aufrechterhaltung der Kommunikationsfähigkeit und Verbesserung der Gedächtnisleistungen. Im späteren Stadium der Krankheit widmet sich die Logopädie zudem den Schluckstörungen, die oft als Begleiterscheinung auftreten.</p>
<p><b>Ergotherapie </b>hilft Alltagskompetenzen  aufrecht zu erhalten<b>. Physiotherapeuten </b>helfen die Beweglichkeit zu fördern und den Umgang mit Hilfsmitteln zu erlernen.</p>
<p>Die<b> Millieutherapie</b> zielt darauf ab, Wohn- und Lebensräume so umzugestalten, dass  sich Betroffene darin wohlfühlen und weiterhin zurechtfinden.</p>
<p>Die <b>autobiografische Arbeit </b>stellt eine Möglichkeit dar, mit Fotoalben, Büchern und persönlichen Gegenständen positive Erinnerung an frühere Lebensabschnitte zu bewahren und damit eine Sicherheit für die Betroffenen zu schaffen. Zudem kann dies im späteren Stadium dabei helfen Reaktionen und Äußerungen der Betroffenen zu verstehen.</p>
<p><b>5. Tipps im Umgang</b></p>
<p>Im Laufe der Krankheit wird es immer schwieriger mit den Betroffenen zu kommunizieren. Wichtig ist es, sich immer wieder in die Situation des Betroffenen hineinzuversetzen und ruhig zu bleiben, auch wenn dies oft schwer fällt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kommunikation:</span></p>
<ul>
<li>Betroffene brauchen wie alle Menschen Lob, kritisieren Sie nicht und zeigen Fehler auf, sondern loben Sie gute Taten und Erfolge.</li>
<li>Betroffene brauchen oftmals Zeit über nächste Schritte oder Antworten nachzudenken, geben Sie diese Zeit.</li>
<li>Stellen Sie kurze Fragen und formulieren Sie am besten so, dass sie sich mit Ja oder Nein beantworten lassen.</li>
<li>Stellen Sie vor jedem Gespräch Blickkontakt her und sprechen Sie den Betroffenen namentlich an.</li>
<li>Reden Sie langsam, deutlich und in kurzen Sätzen. Vermeiden Sie Ironie oder übertragene Bedeutungen – dies verstehen Betroffene oft nicht mehr.</li>
<li>Wiederholen Sie wichtige Informationen.</li>
<li>Vermeiden Sie Diskussionen.</li>
<li>Nehmen Sie Anschuldigungen und Vorwürfe nicht persönlich und versuchen Sie nicht mit starken Gegenreaktionen zu reagieren. Oft sind Vorwürfe Ausdruck von Hilflosigkeit und Frustration.</li>
<li>Oftmals sagen Blicke und Berührungen mehr als tausend Worte.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Orientierung:</span></p>
<ul>
<li>Sorgen sie für einen möglichst gleichbleibenden Tagesablauf, eine klare Struktur und feste Regeln helfen den Betroffenen oftmals</li>
<li>Um die Orientierung zu bewahren können Notizen, Raumkennzeichnungen, Kalender und Uhren eine Unterstützung bieten</li>
<li>Falls der Betroffene Orientierungsschwierigkeiten hat und dazu neigt das Haus zu verlassen, ist ein Armand oder Zettel mit Namen (und ggf. Adresse oder Telefonnummer) hilfreich</li>
<li>Achten Sie auf Stolperfallen im Haus und sichern Sie ggf. Strom-, Gas- oder Küchengeräte</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Halluzinationen:</span></p>
<p>Oft leiden Betroffene unter Halluzinationen, Sinnestäuschungen oder Wahnvorstellungen und sehen, hören oder riechen etwas was gar nicht da ist. Es wird beispielsweise geglaubt persönliche Gegenstände würden geklaut.</p>
<ul>
<li>Vermitteln Sie das Gefühl das alles in Ordnung ist und bleiben ruhig. Versuchen Sie nicht dem Betroffenen seine Überzeugung auszureden, denn er nimmt dies wirklich so wahr.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Pflege:</span></p>
<ul>
<li>Erhalten sie weitestgehend die Selbstständigkeit der Betroffenen und lassen Sie Aufgaben selbstständig erledigen</li>
<li>Haben Sie ein Auge auf die tägliche Medikamenteneinnahme</li>
<li>Eine auszureichende Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig um vor Dehydration zu schützen und fördert die geistige Fähigkeit</li>
<li>Wichtig: Vergessen Sie nicht ihr eigenes Leben und nehmen Sie Anzeichen von Erschöpfung und Überforderung war! Holen Sie sich Hilfe von ausgebildetem Personal wie Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen. Ihr Arzt und auch die Krankenkassen können Sie diesbezüglich beraten.</li>
</ul>
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		<title>Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2014 22:21:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ALS (amyotrophe Lateralsklerose)]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[ALS]]></category>
		<category><![CDATA[amyotrophe Lateralsklerose]]></category>

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		<description><![CDATA[Definition: Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist - eine progrediente (= fortschreitende) - degenerative (= durch Zelluntergang bedingte) - motorische (= das Fortbewegungssystem betreffende) Erkrankung. Die ALS ist nicht zu verwechseln mit der Multiplen Sklerose (MS). Trotz ähnlich klingendem Namen handelt sich um zwei grundverschiedene Erkrankungen. Bei der ALS handelt es sich um eine nicht ansteckende [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Definition:</span></strong></p>
<p>Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist</p>
<p>- eine progrediente (= fortschreitende)</p>
<p>- degenerative (= durch Zelluntergang bedingte)</p>
<p>- motorische (= das Fortbewegungssystem betreffende)</p>
<p>Erkrankung.</p>
<p>Die ALS ist nicht zu verwechseln mit der Multiplen Sklerose (MS). Trotz ähnlich klingendem Namen handelt sich um zwei grundverschiedene Erkrankungen.</p>
<p>Bei der ALS handelt es sich um eine <strong>nicht ansteckende</strong> Erkrankung, die sowohl die zentralen als auch die peripheren motorischen Nervenzellen (sog. Motoneurone, die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind (lat. <em>motor</em>= Beweger, Neuron = Nervenzelle) befällt. Wenn das periphere Neuron betroffen ist, dominieren Muskelschwäche, Muskelschwund (Atrophie) und häufig Muskelzuckungen (Faszikulation), sowie Muskelkrämpfe. Der Verlust des zentralen Neurons führt zu Muskelsteife (Spastik), Muskelverspannungen und Muskelschwäche.</p>
<p>Die ALS betrifft ausschließlich das motorische Nervensystem. Die Empfindung für Berührung, Schmerz und Temperatur, das Sehen, Hören, Riechen und Schmecken, die Funktionen von Blase und Darm, sowie die Sexualfunktionen, als auch die Augenmuskeln bleiben in den meisten Fällen normal.</p>
<p>Die amyotrophe Lateralsklerose beginnt meist einseitig, lokal mit einer Schwäche, am häufigsten am Unterarm und Handbereich, oder an der Unterschenkel- und Fußmuskulatur, seltener als Erstes an der Sprech-, Kau- und Schluckmuskulatur.</p>
<p><span id="more-337"></span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Vorkommen und Häufigkeit:</span></strong></p>
<p>Die ALS kommt in der ganzen Welt vor. Die jährliche Inzidenz (Neuerkrankungsrate) liegt weltweit bei 0,6 – 2,4 Personen von 100.000 Einwohnern. Die Häufigkeit des Auftretens nimmt im Alter zu. Etwa 80% der Fälle beginnen zwischen dem 50. -70. Lebensjahr.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Diagnostik:</span></strong></p>
<p>Zuständig für die Diagnosestellung ist der Neurologe (Nervenfacharzt). Die ausführliche Diagnostik umfasst folgende Bereiche:</p>
<p>- Anamnese (Schilderung der Entwicklung der Funktionsstörungen durch den Patienten und Angehörige)</p>
<p>- ausführliche körperlich-neurologische Untersuchung (Überprüfung der Muskulatur im Hinblick auf Muskelschwund und Kraft sowie Faszikulationen (Muskelzuckungen), eine Beurteilung von Sprache, Schluckakt und Atemfunktion, sowie die Überprüfung der Reflexe)</p>
<p>- apparative Zusatzuntersuchungen (z. B. Messung der NervenLeitgeschwindigkeit (NLG) und der Muskelströme (EMG), sowie das Erstellen von Schnittbildern des Gehirns und der Halswirbelsäule (MRT) und die Lumbalpunktion zur Entnahme von Liquor (Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit).</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Symptome:</span></strong></p>
<p>Der Beginn einer ALS bleibt oft unbemerkt uns ist schwierig festzustellen. Die Krankheit kann schon Monate oder sogar Jahre vorhanden sein, bevor der Patient einen Arzt aufsucht. Als erste ALS-Symptome können Ermüdbarkeit, Verlust von Ausdauer, Steifheit in den Beinen, Zucken in den Muskeln, Muskelkrämpfe und Stimmprobleme auftreten. Mit dem Fortschreiten der Krankheit verstärkt sich die Schwäche in Armen und Beinen. Häusliche Verrichtungen (z.B. wie das Rasieren, Schreiben, Reißverschluss schließen, Knöpfe öffnen) werden mühsamer, das Gehen wird erschwert und es treten Sprech- und Schluckstörungen auf. Typischerweise wirkt sich die ALS im weiteren Krankheitsverlauf auf alle Muskelgruppen einschließlich der Atemmuskulatur aus, sodass es zur Atemnot kommt. Schmerzen treten meist erst bei einem deutlichen Muskelschwund auf. In der Regel schreitet die Krankheit über Jahre gleichmäßig langsam fort, dehnt sich auf weitere Körperregionen aus und verkürzt die Lebenserwartung. Sehr langsame Verläufe über 10 Jahre und mehr sind jedoch bekannt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weitere Symptome im Verlauf der Erkrankung:</span></p>
<p>- zunehmende Muskelschwäche</p>
<p>- Muskelschwund/ Atrophie</p>
<p>- Muskelzuckungen, sog. Faszikulationen</p>
<p>- gleichzeitiges Auftreten von Zeichen einer schlaffen und einer spastischen Lähmung</p>
<p>- Kontrollverlust beim Lachen, Weinen oder Gähnen (Affektlabilität)</p>
<p>- vermehrter Speichelfluss</p>
<p>- Störungen des Sprechens</p>
<p>- Schluckstörungen bis zur Unfähigkeit Nahrung und Flüssigkeiten oral aufzunehmen</p>
<p>- Atemnot</p>
<p>- Schmerzen (wenn sich die Schwäche der Muskulatur auf die Gelenke auswirkt)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Ursachen der Erkrankung:</span></strong></p>
<p>Die Ursachen sind ungeklärt. Es gibt Vermutungen über eine Störung des Immunsystems und Diskussionen um die Möglichkeit einer Viruserkrankung. Es gibt Hinweise, dass bei ALS der Stoffwechsel des wichtigsten erregenden Überträgerstoffes im Nervensystem, des Glutamats, verändert ist. Sichere Aussagen sind aber derzeit nicht möglich. Genetische Ursachen werden ebenfalls diskutiert. Fälle von ALS in der Verwandtschaft fanden sich bei weniger als 10% der Patienten.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Therapie und Rehabilitation:</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Ziele:</span> Verbesserung und Erhalt der Selbständigkeit, der Beweglichkeit und Selbstversorgung, sowie der Teilhabe am sozialen Leben.</p>
<p>Ambulante Therapie wie Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie sind notwendig zum Aufrechterhalten der vorhandenen Fähigkeiten. Stationäre Behandlungsmaßnahmen mit einer Dauer von ca. 4-6 Wochen sind dringend zu empfehlen, um durch intensive, hochfrequente Therapie den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen. Zur Behandlung der Schwäche der Muskulatur ist die Medizin sich noch nicht einig, ob sich Muskeltraining günstig oder ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Einige Patienten konnten durch Training ihre Kraft um bis zu 20% steigern, bei anderen Patienten hatte das Training gar keinen Nutzen oder führte zu einer Schwäche durch Überbelastung. Das Risiko einer verstärkten Schwäche durch zu intensives Training ist groß. Daher sollte das Training bei diesen Patienten mehr mit dem Ziel der Funktionsverbesserung, als mit dem Ziel der Kräftigung erfolgen, bei Anzeichen von Überbelastung muss das Training dringend reduziert werden. Positive Auswirkungen mäßiger sportlicher Betätigungen wie Schwimmen oder Gehen können sein: Besserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Halten des Körpergewichts, Minderung von Schmerzen durch Fehlbelastungen und Besserung depressiver Verstimmungen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Krankengymnastik:</span></strong></p>
<p>Die Krankengymnastik dient dem Erhalt der Kraft bzw. der Kräftigung, der Funktionsverbesserung und –erhaltung, der Optimierung der Koordination. Z.B. Verbesserung der Ausdauer, Durchblutung und des Stoffwechsels. Auch bei Störungen der Lungenfunktion ist Krankengymnastik notwendig, einerseits zum Training der entsprechenden Muskulatur, andererseits zum Erleichtern des Abhustens.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Ergotherapie:</span></strong></p>
<p>Die Ergotherapie hat ähnliche Ansätze wie die Krankengymnastik, legt ihren Schwerpunkt aber auf die Bereiche Arme und Rumpf. Auch das Beüben alltagsrelevanter Aufgaben, sowie die Versorgung mit Hilfsmitteln wie z.B. Rollstühlen und Greifzangen stellen wichtige Bereiche dar.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Physikalische Therapie:</span></strong></p>
<p>- verschiedene Formen der Massage</p>
<p>- Wärme- und Kältetherapie</p>
<p>- Elektrotherapie (nur sinnvoll in Verbindung mit Krankengymnastik)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Logopädie:</span></strong></p>
<p>Bei der ALS kann es zu Dysarthrien (Sprechstörungen), bedingt durch Schwächen der am Sprechvorgang beteiligten Muskulatur und Störungen des Schluckens kommen. Beides sind Arbeitsbereiche des Logopäden. Kann durch gezieltes Training keine Verbesserung des Sprechens erreicht werden, können Kommunikationsgeräte ausprobiert werden. Bei der funktionellen Schlucktherapie wird eine Verbesserung oder Kompensation gestörter Funktionen angestrebt. Die Restitution (Wiederherstellung) wird durch Verfahren mit Dehnung, leichter manueller Berührung, Druck, Tapping und anderen Reizen erreicht. Die kompensatorischen Verfahren beziehen sich auf diätische Maßnahmen, das Andicken von Flüssigkeiten und Bereiten leicht zu schluckender Speisen sind wichtige Hilfen, kontrollierte Platzierung der Nahrung im Mund, Änderung der Kopf- und Körperposition und besondere Schlucktechniken wie das Mendelsohn Manöver oder das supraglottische Schlucken. Ist das Schlucken nicht mehr ausreichend möglich wird eine PEG (perkutane endoskopische Gastronomie) notwendig.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Psychologie:</span></strong></p>
<p>Oft werden bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen depressive Störungen beobachtet. Ursache ist häufig die Verarbeitung der Erkrankung, oft sind es auch Probleme der sozialen Integration und des Erhalts des Arbeitsplatzes. Die Krankheitsverarbeitung spielt bei allen Erkrankungen eine wichtige Rolle, insbesondere bei chronisch fortschreitenden Erkrankungen. Denn nur mit einer konstruktiven Einstellung kann der Patient optimal bei der Behandlung mithelfen. Gesprächsgruppen oder psychologische Einzelbehandlungen können hier sinnvoll sein.</p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://www.dgm.org/muskelerkrankungen/amyotrophe-lateralsklerose-als">http://www.dgm.org/muskelerkrankungen/amyotrophe-lateralsklerose-als</a><br />
<a href="http://www.amyotrophische-lateralsklerose.de/">http://www.amyotrophische-lateralsklerose.de/</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Berufssprecher- optimaler Stimmgebrauch, Risikofaktoren und präventive Maßnahmen</title>
		<link>http://www.praxiszungenbrecher.de/berufssprecher-optimaler-stimmgebrauch-risikofaktoren-und-praeventive-massnahmen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2014 21:37:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Berufssprecher]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmprobleme]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie sind Lehrer/in, Sänger/in, Telefonist/in, Erzieher/in oder brauchen Ihre Stimme für einen anderen Beruf? Dann sind Sie Berufssprecher und sind für das Ausüben Ihres Berufes von Ihrer Stimme abhängig. Die Stimme wird dabei einer großen Belastung ausgesetzt und muss in allen Momenten und unter allen Umständen einsatzbereit sein. Ein optimaler Stimmgebrauch ist daher von großer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind Lehrer/in, Sänger/in, Telefonist/in, Erzieher/in oder brauchen Ihre Stimme für einen anderen Beruf?</p>
<p>Dann sind Sie <b>Berufssprecher</b> und sind für das Ausüben Ihres Berufes von Ihrer Stimme abhängig. Die Stimme wird dabei einer großen Belastung ausgesetzt und muss in allen Momenten und unter allen Umständen einsatzbereit sein. Ein optimaler Stimmgebrauch ist daher von großer Wichtigkeit um Stimmproblemen vorzubeugen.</p>
<div id="attachment_319" class="wp-caption aligncenter" style="width: 528px"><a href="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9380.jpg"><img class="size-full wp-image-319" alt="Berufssprecher" src="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9380.jpg" width="518" height="102" /></a><p class="wp-caption-text">Berufssprecher</p></div>
<p>Jemand der seine Stimme beruflich einsetzt, spricht länger und intensiver als Jemand für den die Stimme im Beruf von geringerer Bedeutung ist. Viele wissen oft nicht, wie sie ihre Stimme optimal einsetzen und/ oder schonen. Somit setzen sich Berufssprecher einer hohen Stimmbelastung aus und gehen das Risiko von Stimmproblemen ein.</p>
<p><span id="more-310"></span></p>
<p>Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Risikofaktoren für Stimmprobleme und präventive Tipps. Beachten Sie, dass es sich hierbei lediglich um allgemeine Informationen handelt. In unserer Praxis werden nach einer ausführlichen Diagnostik individuelle Übungspläne erstellt, die genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Für weitergehende Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.</p>
<p>Achtung:  Andauernde Stimmprobleme wie Heiserkeit, bedürfen einer Abklärung durch einen HNO-Arzt.</p>
<p><b>Risikofaktoren</b></p>
<p>Menschen reagieren individuell auf verschiedene Situation und Faktoren denen sie begegnen. Dennoch gibt es allgemeine Risikofaktoren, die einen negativen Einfluss auf die Stimme haben. Dabei spielen stimmbelastende Faktoren, körperliche Faktoren, umgebungs-, und psychologische Faktoren eine wichtige Rolle.</p>
<p><b><span style="text-decoration: underline;">Stimmbelastende Faktoren:</span></b></p>
<ul>
<li><b>Häufiger und übermäßiger Stimmgebrauch </b>kann Stimmstörungen hervorrufen. Das Sprechen mit falscher Tonlage, der unnatürliche Gebrauch von Intonation und vor allem häufiges lautes Sprechen oder Schreien wirken sich stimmschädigend aus.</li>
<li>Häufiges <b>Husten und Räuspern</b> stellen eine hohe Kehlkopfbelastung dar und sind schädlich für die Stimmlippen.</li>
<li><b>Alkohol und Tabak </b>führen zu Schleimhautschäden und kann Entzündungen und Schwellungen hervorrufen.</li>
<li><b>Medikamente </b>können ebenfalls Nebenwirkungen wie Gewebeveränderungen und Austrocknungen der Stimmlippen hervorrufen.</li>
</ul>
<p><b><span style="text-decoration: underline;">Körperliche Faktoren:</span></b></p>
<ul>
<li>Wenn sich <b>Allergien und Infektionen</b> in der Höhe der Nase, Kehle oder Lunge manifestieren, kann dadurch die Stimmgebung beeinträchtigt und geschädigt werden.</li>
<li><b>Asthma:</b> Durch Anfälle von Kurzatmigkeit, Atemnot und Hustenanfällen kann ein Asthmapatient unter Stimmmüdigkeit, verminderter Stimmbeherrschung und  verminderter Tragkraft und Stärke der Stimme leiden.</li>
<li><b>Aufsteigende Magensäure </b>in die Speiseröhre und Kehle hat einen sehr reizenden Effekt (Reflux).<b> </b></li>
<li><b>Hormonelle Veränderungen </b>können Stimmveränderungen wie Stimmmüdigkeit, Stimminstabilität und verminderte Tragkraft hervorrufen. <b></b></li>
<li>Ein schlechtes <b>Gehör</b> kann zu veränderter Tonlautstärke/ Tonhöhe führen und stimmbelastend wirken.</li>
<li>Bei <b>Stimmmüdigkeit</b> klingt die Stimme kraftlos, instabil und kann zu Veränderungen der Tonlage führen.</li>
</ul>
<p><b><span style="text-decoration: underline;">Umgebungsfaktoren:</span></b></p>
<ul>
<li>Die  <b>Akustik </b>eines Raumes kann sich oft auf unser Sprechverhalten auswirken.  Die akustischen Eigenschaften werden durch das Echo eines Geräusches und den anwesenden Hintergrundlärm bestimmt. Wenn diese Reflektion langsam verläuft wird es schwieriger die Sprache zu verstehen. Schlechte akustische Eigenschaften sind deshalb sehr stimmbelastend.</li>
<li><b>Lärm:</b> Spricht man mit geräuschvollem Hintergrund, ist man sich oft nicht bewusst wie laut man spricht. Meistens neigt man dazu lauter und mit höherer Tonlage zu sprechen. Langes Sprechen in lauter Umgebung ist sehr stimmbelastend.</li>
<li>Eine <b>Luftfeuchtigkeit</b> von 40-50% ist ideal für die Stimme. Bei zu trockener Luft werden die Schleimhäute des Kehlkopfes gereizt.</li>
<li><b>Luftverschmutzung (z.B. Kreide, Hausstaub) </b>reizt ebenfalls die Schleimhäute und Atemwege und kann zu Schwellungen der Stimmlippen führen.</li>
<li>Die <b>Klimaanlage</b> kann einen austrocknenden Effekt auf die auf die Schleimhäute haben.</li>
<li>Durch Reisen ist man auch oft <b>Klimaveränderungen </b>ausgesetzt. Diese Veränderungen können auch Einfluss auf die Stimme haben.</li>
</ul>
<p><b><span style="text-decoration: underline;">Psychologische Faktoren:</span></b></p>
<ul>
<li>Durch <b>Stress, Angst und besondere Emotionen </b>alarmiert das Nervensystem eine Anzahl körperlicher Systeme. Hierdurch bereitet sich unser Körper auf das Reagieren auf Gefahr vor. Die Atmung wird schneller und höher, der Herzschlag wird erhöht und der Kehlkopf nimmt eine höhere Position ein. Die Stimmbänder werden hierdurch angespannt geschlossen. Aufgrund dieser Reaktionen klingt die Stimme sehr angespannt und kann zu Veränderungen der Tonlage führen. Bleibt der Angst- und Stresszustand länger bestehen, kann die Stimme dauerhaft geschädigt werden. <b></b></li>
</ul>
<p><b>Stimmhygiene</b></p>
<p>Um Stimmproblemen vorzubeugen sollten stimmhygienische Tipps eingehalten werden. Diese Tipps beziehen sich auf den Stimmgebrauch, das Raumklima, die Ernährung und die Aussetzung von Schadstoffen.</p>
<p><em><strong><span style="text-decoration: underline;">Stimmgebrauch:</span></strong></em></p>
<p>1. Vermeiden Sie übermäßiges Husten und Räuspern</p>
<p>Tipp:</p>
<ul>
<li>Besser ist es öfters zu schlucken, denn dies entspannt den Kehlkopf.</li>
<li>Trinken Sie viel, damit die Schleimhäute nicht austrocknen.</li>
<li>Machen Sie Gebrauch von einem leichten hüsteln: Mit Druck wird Luft durch den Bauch nach draußen geblasen (wie bei der Produktion des /h/). Der starke Luftstrom bläst den Schleim von den Stimmbändern.</li>
</ul>
<ol start="2">2. Nicht flüstern, schreien oder rufen</ol>
<p>Tipp:</p>
<ul>
<ul>
<li>Benutzen Sie ein Mikrofon, damit Sie Ihre Stimme nicht anstrengen müssen.</li>
<li>Machen Sie Gebrauch von Mimik und Gebärden, denn dies unterstützt die Äußerung von Gefühlen.</li>
</ul>
</ul>
<p>3. Vermeiden Sie übermäßiges Sprechen in geräuschvoller Umgebung</p>
<p>Tipp:</p>
<ul>
<li>Legen Sie Stimmpausen ein.</li>
<li>Reduzieren Sie Ihre Sprechzeiten.</li>
<li>Schauen Sie stets Ihren Gesprächspartner an und artikulieren Sie deutlich.</li>
<li>Sprechen Sie langsam.</li>
<li>Sprechen Sie in einer normalen Tonhöhe und Lautstärke.</li>
</ul>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Raumklima:</span></i></b></p>
<ol start="1">4. Vermeiden Sie schlecht durchlüftete, überheizte und trockene Räume</ol>
<p>Tipp:</p>
<ul>
<li>Lüften Sie regelmäßig die Räume.</li>
<li>Achten Sie auf die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit.</li>
</ul>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Ernährung:</span></i></b></p>
<p>5. Achten Sie auf Ihre Essgewohnheiten:</p>
<p>Nehmen Sie sehr kalte, heiße oder scharfe Speisen nur in Maßen zu sich, denn diese führen zu Schleimhautreizungen. Achten Sie auf Konservierungsmittel, denn diese können zur Übersäuerung des Magens und zum Rückfluss des Mageninhalts führen (Sodbrennen).</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Getränke:</span></i></b></p>
<ol start="3">
<ol start="3">
<ol start="3">
<ol start="3">
<ol start="3">6. Trinken Sie viel:</ol>
</ol>
</ol>
</ol>
</ol>
<p>Pro Tag sollten mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit aufgenommen werden. Dazu gehören vor allem Wasser, Tee und Säfte, jedoch keine alkoholischen Getränke.</p>
<p>7. Vermeiden Sie Koffein:</p>
<p>Übermäßiger Konsum von Koffein hat einen austrocknenden Effekt auf die Stimmbänder.</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Schadstoffe:</span></i></b></p>
<ol start="5">
<ol start="5">8. Reduzieren Sie den Alkoholgenuss, denn dies führt zu Schleimhautreizungen.</ol>
</ol>
<p>9. Reduzieren Sie Ihren Tabakgenuss, denn dies führt zu Schleimhautschäden.</p>
<p>10. Vorsicht im Umgang mit Medikamenten:</p>
<p>Hierdurch können ebenfalls Nebenwirkungen wie Gewebeveränderungen und Austrocknungen der Stimmlippen hervorgerufen werden.</p>
<p><b>Die Körperhaltung und Atmung als Voraussetzungen für eine optimale Stimmgebung</b></p>
<p><b></b><b>Übungsbeispiele:</b></p>
<p>Die Voraussetzung für eine gute Stimmgebung ist eine aufrechte Haltung. Eine aufrechte Haltung kann zu einer Verbesserung der Stimmproduktion beitragen und bestimmt die Qualität der Stimme, das Stimmvolumen und die Tonhöhe. Sowohl die allgemeine Körperhaltung als auch die Kopfhaltung spielen eine wichtige Rolle bei der Stimmgebung. Eine falsche Körperhaltung kann bewirken, dass die Lungen eingedrückt werden oder sich die Bauchdecke nicht frei nach vorne bewegen kann.</p>
<p>Auch die Atmung wird durch die Haltung beeinflusst.  Durch eine erhöhte Körperspannung oder eine krumme Körperhaltung kann sich die Atmung so verändern, dass die Atemräume nicht mehr optimal genutzt werden. Sichtbar wird dies durch starkes Heben des Brustkorbes oder der Schlüsselbeine während der Einatmung. Die Bewegungen der Bauchdecke sind teilweise nicht mehr vorhanden. Die Aktivität des Zwerchfells ist eingeschränkt. Die Stärke des für die Stimme wichtigen Ausatemstromes verändert sich. Der Stimmklang und die Stimmbelastung können beeinträchtigt werden.</p>
<p>Im Folgenden finden Sie einige praktische Übungen zur physiologischen Körperhaltung und Atmung.</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Haltung im Stehen:</span></i></b></p>
<p>In zehn Schritten zu einer physiologischen aufrechten Körperhaltung im Stehen:</p>
<ol start="1">
<li>Füße stabil auf den Boden stellen.</li>
<li>Füße hüftbreit  und parallel stellen.</li>
<li>Gewicht auf beide Füße verteilen.</li>
<li>Wirbelsäule und Brustbein aufrichten.</li>
<li>Kniegelenke lösen und die Knie nicht überstrecken.</li>
<li>Das Becken kippen (als ob man den Reißverschluss der Hose schließen möchte).</li>
<li>Oberkörper aufrecht halten, Schultern nach hinten und Kopf gerade halten.</li>
<li>Die Arme hängen locker neben dem Körper.</li>
<li>Geradeaus schauen, so dass das Kinn im rechten Winkel zum Oberkörper steht.</li>
<li>Das Kinn nicht nach oben oder nach vorne strecken.</li>
</ol>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Haltung im Sitzen:</span></i></b></p>
<p>Setzen Sie sich auf das vordere Drittel eines Stuhles oder noch besser eines Hockers. Die Füße setzen Sie wieder parallel und hüftbreit auseinander. Dann richten Sie Ihre Wirbelsäule auf.</p>
<p>Im Sitzen sollten Sie 4 rechte Winkel feststellen können: In den Fußgelenken, den Kniegelenken, in den Hüftgelenken und zwischen Hals und Kinn. Dementsprechend sollten Sie Ihre Sitzhöhe ausrichten. Sitzen Sie besser etwas höher. Zu niedriges Sitzen wirkt sich ungünstig auf die Atmung aus.</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Atemwahrnehmung im Liegen:</span></i></b></p>
<p>Legen Sie sich bequem auf eine relativ gerade Liegefläche und schleißen Sie die Augen. Begeben Sie sich gedanklich an einen Ort, an dem Sie gut entspannen können. Legen Sie nun eine Hand auf Bauchnabelhöhe und fühlen Sie die Bewegung Ihrer Bauchdecke. Nehmen Sie wahr, wie sich Ihre Bauchdecke hebt und senkt. Beobachten Sie nun diese Bewegung im Zusammenhang mit der Atmung. Normalerweise hebt sich Ihre Bauchdecke bei der Einatmung und senkt sich bei der Ausatmung; anschließend entsteht eine kurze Atempause und der Atemvorgang beginnt von Neuem. Sie können diese Bewegungen noch etwas verdeutlichen, indem Sie ein schwereres Buch auf den Bauch legen.</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Atemwahrnehmung im Stehen:</span></i></b></p>
<p>Nehmen Sie den Haltungsaufbau im Stehen ein. Legen Sie eine Hand auf den Bauchnabel. Spüren Sie wieder die Bewegungen Ihrer Bauchdecke. Auch hier sollte sich die Bauchdecke bei der Einatmung heben und bei der Ausatmung senken. Danach kommt es wieder zur Atempause.</p>
<p>Sollte dies nicht funktionieren, versuchen Sie Folgendes: Atmen Sie aus, wobei Sie eventuell mit der Hand leicht nachdrücken um den Bauch nach innen zu bewegen. Warten Sie einen Moment, bis Sie das Bedürfnis nach Luft im Bauch verspüren. Lassen Sie dann den Bauch locker, so dass er nach außen fällt. In diesem Moment kommt es automatisch zur Einatmung.</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Atemvertiefung mittels Schaukelbewegungen</span></i></b></p>
<p>Setzen Sie sich am besten auf einen Hocker oder quer auf einen Stuhl. Winkeln Sie ein Bein an und umfassen Sie es mit den Händen. Beginnen Sie zu schaukeln, als ob Sie ein Schaukelstuhl wären. Nehmen Sie dann Ihre Atmung wahr. Auf die Vorwärtsbewegung atmen Sie aus, es folgen eine minimale Pause und anschließend auf die Rückwärtsbewegung die Einatmung.</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Atemstromverlängerung</span></i></b></p>
<p>Lassen Sie die Luft ganz normal einströmen, d.h. holen Sie nicht extra tief Luft. Atmen Sie dann tonlos (also ohne Stimme) möglichst lange und gleichmäßig dosiert auf folgende Laute aus:</p>
<p>„ f “</p>
<p>„ s “</p>
<p>„ sch“</p>
<p>„ ch“</p>
<p>Versuchen Sie dabei eine Atemstütze aufzubauen, indem Sie die Einatmungsstellung der Atemmuskulatur möglichst über ca. 2/3 der Ausatmung beibehalten. Es darf dabei keine zusätzliche Spannung aufgebaut werden.</p>
<p>Die Ausatemdauer kann bei regelmäßigem Üben auf ca. 20 Sekunden gesteigert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Sprachentwicklung Ihres Kindes auf einen Blick</title>
		<link>http://www.praxiszungenbrecher.de/die-sprachentwicklung-ihres-kindes-auf-einen-blick/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jan 2014 19:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachbaum]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Eltern, im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Meilensteine der kindlichen Sprachentwicklung bis zum 4. Lebensjahr. Aufgeführt werden hierbei die wichtigsten Entwicklungsschritte und Tipps wie Sie ihr Kind sprachlich begleiten können. &#160; Beachten Sie, dass der Erwerb der deutschen Sprache für einsprachig aufwachsende Kinder beschrieben wird. Der Verlauf ist bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Eltern,</p>
<p>im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Meilensteine der kindlichen Sprachentwicklung bis zum 4. Lebensjahr. Aufgeführt werden hierbei die wichtigsten Entwicklungsschritte und Tipps wie Sie ihr Kind sprachlich begleiten können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_278" class="wp-caption aligncenter" style="width: 720px"><a href="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2014/01/Sprachbaum-1.png"><img class="size-full wp-image-278" alt="Der Sprachbaum" src="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2014/01/Sprachbaum-1.png" width="710" height="485" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sprachbaum</p></div>
<p>Beachten Sie, dass der Erwerb der deutschen Sprache für einsprachig aufwachsende Kinder beschrieben wird. Der Verlauf ist bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern im Prinzip ähnlich, manchmal sind mehrsprachig aufwachsende Kinder beim Spracherwerb jedoch schneller, weil der Erwerb der einen Sprache den Erwerb der anderen Sprache beschleunigen kann.</p>
<p><span id="more-233"></span></p>
<p>Sollten Sie Auffälligkeiten bei Ihrem Kind beobachten, so wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt oder einen Logopäden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="65"><strong> </strong></td>
<td valign="top" width="178">Sprachentwicklung</td>
<td valign="top" width="180">Hinweise für Eltern</td>
<td valign="top" width="196">Lassen Sie sich beraten, wenn…</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="65">Bis zum 6. Monat</td>
<td valign="top" width="178">
<ul>
<li>Das Baby reagiert auf Geräusche, es bewegt die Augen, den Kopf in Richtung Klangquelle</li>
<li>Es lallt und erzeugt Geräusche</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
<td valign="top" width="180">
<ul>
<li>Sprechen Sie mit ihrem Kind ruhig und freundlich</li>
<li>Spielen, singen und lachen Sie mit ihm</li>
<li>Erzählen Sie ihm in einfachen Wörtern was sie grade tun</li>
<li>Benennen Sie die Menschen und Dinge in seiner Umgebung, sowie Geräusche, die es hört</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="196">
<ul>
<li><span style="font-size: inherit; line-height: 1.714285714;">Es verstummt, insbesondere ab dem 6. Monat</span></li>
<li>Es nicht auf Geräusche reagiert</li>
<li>Es keinen Blickkontakt aufnimmt</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="65">Ab dem 12. Monat</td>
<td valign="top" width="178">
<ul>
<li>Das Kind versteht einfache Aufträge („ Bring den Ball“) aus</li>
<li>Es sagt einfache Wörter wie „Mama“ und „Papa“</li>
<li>Es reagiert auf seinen Namen</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="180">
<ul>
<li><span style="font-size: inherit; line-height: 1.714285714;">„Spielen“ Sie mit Ihrer Stimme, denn Sprachmelodie hilft Sprache besser zu verstehen</span></li>
<li>Wecken Sie Freude an Kommunikation</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="196">
<ul>
<li><span style="font-size: inherit; line-height: 1.714285714;">Ihr Kind keine ersten Worte spricht</span></li>
<li>Ihr Kind nur versucht mir Gestik und Mimik zu kommunizieren</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="65">Ab dem 18. Monat</td>
<td valign="top" width="178">
<ul>
<li>Das Kind versteht einfache Sätze („Papa fährt Auto“)</li>
<li>Es benennt bekannte Dinge</li>
<li>Es gebraucht immer mehr neue Wörter</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
<td valign="top" width="180">
<ul>
<li>Sprechen Sie in einfachen Sätzen (und nicht in Babysprache)</li>
<li>Schauen Sie mit ihrem Kind geeignete Bücher an [1]</li>
<li>Wenn Fernsehen, dann gemeinsam, um über Geschehenes sprechen zu können</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="196">
<ul>
<li><span style="font-size: inherit; line-height: 1.714285714;">Sich die Sprache verschlechtert oder nicht mehr weiterentwickelt</span></li>
<li>Ihr Kind aufhört zu sprechen</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="65">Ab dem 24. Monat</td>
<td valign="top" width="178">
<ul>
<li>Das Kind versteht längere Sätze („Papa fährt mit dem Auto“)</li>
<li>Es sagt seinen Namen</li>
<li>Es bildet 2-3 Wortsätze</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
<td valign="top" width="180">
<ul>
<li>Erweitern Sie seinen Wortschatz, indem Sie neue Begriffe anbieten</li>
<li>Wiederholen Sie korrekt, was ihr Kind gesagt hat, ohne es aufzufordern, dies zu wiederholen (z.B. Kind: „Ato da“, Sie:“ Ja, da fährt einen Auto“)</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="196">
<ul>
<li><span style="font-size: inherit; line-height: 1.714285714;">Der Wortschatz ihres Kindes außer („Mama“) und („Papa“) nur wenige Worte umfasst</span></li>
<li>Das Kind keine 2- Wortsätze spricht</li>
<li>Das Kind oft unverständlich spricht</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="65">Ab dem 36. Monat</td>
<td valign="top" width="178">
<ul>
<li>Das Kind versteht einfache Geschichten</li>
<li>Es bildet erste vollständige Sätze und kann W- Fragen stellen („Wo bist du?“)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
<td valign="top" width="180">
<ul>
<li>Hören Sie ihrem Kind aufmerksam zu</li>
<li>Helfen Sie ihm so, seine Gedanken und Gefühle zu ordnen und auszudrücken</li>
<li>Ermutigen Sie es, Schnuller und Nuckel aufzugeben [2]</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="196">
<ul>
<li><span style="font-size: inherit; line-height: 1.714285714;">Das Kind für Freunde unverständlich spricht</span></li>
<li>Es wenige Tätigkeitswörter, keine Artikel oder Eigenschaftswörter (z.B. „dick“) benutzt</li>
<li>Es noch nicht beginnt die Mehrzahl zu bilden</li>
<li>Es noch keine einfache Sätze bildet</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="65">Ab dem 48. Monat</td>
<td valign="top" width="178">
<ul>
<li>Das Kind beginnt komplexe Sätze zu bilden („Ich will trinken, weil ich Durst habe“) und kann vom Alltag erzählen</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="180">
<ul>
<li><span style="font-size: inherit; line-height: 1.714285714;">Lesen Sie Geschichten vor [1]</span></li>
<li>Wechseln Sie sich mit Ihrem Kind beim Erzählen ab</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="196">
<ul>
<li><span style="font-size: inherit; line-height: 1.714285714;">Es dem Kind schwer fällt Sätze zu bilden</span></li>
<li>Es grammatikalisch falsche Sätze bildet</li>
<li>Es nicht immer verständlich spricht</li>
<li>Es nicht einfache Sätze Inhalte wiedergeben kann</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weiterführende Informationen finden Sie beim <a href="http://www.dbl-ev.de/">Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V.</a> oder direkt <a href="http://www.dbl-ev.de/kommunikation-sprache-sprechen-stimme-schlucken/normale-entwicklung/sprach-und-sprechentwicklung.html">unter diesem Link</a>.</p>
<p>Wir hoffen, dass Ihnen der Artikel behilflich sein konnte. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen, können Sie sich gerne jederzeit mit uns in Verbindung setzen.</p>
<p>Ihre Praxis für Logopädie Zungenbrecher</p>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p>[1] Eltern können die Sprachentwicklung ihres Kindes und später auch den Erwerb der Lese- und Schreibfreude unterstützen, indem sie ihrem Kind regelmäßig vorlesen und mit ihm über die jeweiligen Geschichten sprechen. Zahlreiche Studien zeigen, dass sich Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, besser entwickeln und ihre Chancen auf späteren schulischen Erfolg und damit gesellschaftliche Teilhabe größer sind.</p>
<p>[2] Ab dem zweiten Lebensjahr sollten Sie beginnen Ihr Kind vom Schnuller zu entwöhnen, denn ab diesem Alter kann er, wie auch das Daumenlutschen, den Zahn- und Kieferwachstum beeinträchtigen und zu kieferorthopädischen Problemen, wie zu einem offenem Biss und/ oder Fehlbildungen des Ober/- Unterkiefers und Gaumen führen. Allgemein sind Schnuller nicht so schlecht wie ihr Ruf, denn sie stillen zum Beispiel den natürlichen Saugreflex von Babys. Schnuller bei denen das Gummisaugstück vorn abgeschrägt und der obere Teil an die Gaumenform angepasst ist, sind so genannte kiefergerechte Schnuller: Mit ihnen trainiert das Baby seine Mundmuskulatur. Aber Achtung: Dies gilt nur bis zum zweiten Lebensjahr!</p>
</div>
</div>
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		<title>Tipps im Umgang mit Aphasie- Patienten</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jan 2014 08:19:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aphasie]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Patient]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Was genau ist eine Aphasie? Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die nach einer Hirnschädigung unterschiedlicher Ursachen auftreten kann. Bei Erwachsenen ist der Schlaganfall mit mehr als 80% die Hauptursache. Weitere Ursachen können ein Schädelhirntrauma, Tumore oder Entzündungen des Gehirns sein. Alle Bereiche der Sprache (Sprachverständnis, Sprachproduktion, sowie die schriftsprachlichen Bereiche: Lesen und Schreiben) können hierbei [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was genau ist eine Aphasie?</p>
<p>Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die nach einer Hirnschädigung unterschiedlicher Ursachen auftreten kann. Bei Erwachsenen ist der Schlaganfall mit mehr als 80% die Hauptursache. Weitere Ursachen können ein Schädelhirntrauma, Tumore oder Entzündungen des Gehirns sein.</p>
<div id="attachment_255" class="wp-caption aligncenter" style="width: 512px"><a href="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_0785.jpg"><img class=" wp-image-255    " alt="Tipps im Umgang mit Aphasikern" src="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2014/01/IMG_0785.jpg" width="502" height="290" /></a><p class="wp-caption-text">Tipps im Umgang mit Aphasikern</p></div>
<p>Alle Bereiche der Sprache (Sprachverständnis, Sprachproduktion, sowie die schriftsprachlichen Bereiche: Lesen und Schreiben) können hierbei unabhängig voneinander und in unterschiedlichem Ausmaß betroffen sein. Somit äußert sich die Aphasie bei jedem Menschen anders. Neben den sprachlichen Symptomen (wie Wortfindungsstörungen, grammatikalisch inkorrekte Sätze, telegrammstilartiges Sprechen, Wortwiederholungen), können auch andere Begleiterscheinungen wie Halbseitenlähmungen, Gesichtsausfälle, Störungen der Sprechbewegung, Schluckstörungen oder auch Störungen der Konzentration und Wahrnehmung auftreten.</p>
<p><span id="more-249"></span></p>
<p>Diese zumeist plötzlich auftretenden sprachlichen Defizite haben häufig weitreichende und teilweise lang andauernde Folgen für das familiäre, soziale und berufliche Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen und braucht viel Verständnis, Akzeptanz und Einfühlungsvermögen aller Beteiligten um mit der Situation umgehen zu können.</p>
<p>Neben einer logopädischen Therapie zur Verbesserung der sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten können auch Sie ihren Angehörigen mit kleinen Tipps eine Unterstützung sein.</p>
<p>Tipps:</p>
<ul>
<li>Behandeln Sie den Aphasiker als Erwachsenen und gleichwertigen Gesprächspartner Reden Sie nicht über ihn, sondern binden Sie ihn in Gespräche ein und sprechen sie ihn persönlich an.</li>
<li>Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre für Gespräche und vermeiden Sie Zeitdruck. Menschen mit Aphasie brauchen Zeit beim Sprechen. Zeitdruck kann sich hier negativ auswirken.</li>
<li>Versuchen Sie Umgebungsgeräusche zu vermeiden und schalten sie beispielsweise das Radio im Hintergrund ab. So fällt es dem Patienten einfacher sich auf das Gesprochene zu konzentrieren.</li>
<li>Führen Sie Gespräche in kleiner Gesprächsrunde. Gespräche mit mehreren Personen können anstrengender sein als Gespräche mit nur einer Person und kosten den Patienten viel Energie. Wenn mehrere Personen anwesend sind, ist es hilfreich nacheinander zu kommunizieren.</li>
<li>Halten Sie während der Gespräche Blickkontakt. Sehen Sie dem Patienten ins Gesicht, damit er ihre Mimik und Lippenbewegungen beim Sprechen sehen kann.</li>
<li>Fragen Sie nach falls sie den aphasischen Gesprächspartner nicht verstanden haben. Entscheidungsfragen, die der Patient mit ja oder nein beantworten kann können hierbei hilfreich sein.</li>
<li>Sprechen Sie in normaler Lautstärke. Bei Unverständnis oder fehlenden Reaktionen auf Ansprache neigen Personen oft dazu lauter zu sprechen. Aphasiker verfügen über ein normales Hörvermögen und könnten sich hierdurch gekrängt fühlen.</li>
<li>Versuchen Sie im Gespräch in kurzen und einfachen Sätzen zu sprechen und schwierige Wörter (z.B. Fremdwörter) zu vermeiden, damit ihr aphasischer Gesprächspartner Sie besser verstehen kann.</li>
<li>Verwenden auch Sie Gesten, Mimik und Schriftsprache (z.B. Aufschreiben von Schlüsselwörtern), um das Verstehen über andere Kanäle zu sichern.</li>
<li>Verfallen Sie nicht in &#8220;Babysprache&#8221;.</li>
<li>Seien Sie nicht vorschnell und übernehmen Sie nicht vollständig die Kommunikation für den Betroffenen.</li>
<li>Achten Sie auf den Inhalt des Gesagten und nicht auf die Form wie fehlerhafte Grammatik. Verbessern Sie nicht alle auftretenden Fehler, denn damit verunsichern Sie die betroffene Person.</li>
<li>Fordern Sie den aphasischen Gesprächspartner nicht zum Nachsprechen auf. Bei Aufforderungen wie „ Sag: Danke oder sag: Auf Wiedersehen“ fühlen sich Aphasiker wie kleine Kindern behandelt und nicht ernst genommen.</li>
</ul>
<p>Wir hoffen, dass Ihnen der Artikel behilflich sein konnte. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen, können Sie sich gerne jederzeit mit uns in Verbindung setzen.</p>
<p>Ihre Praxis für Logopädie Zungenbrecher</p>
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		<title>Einen Schlaganfall frühzeitig erkennen!</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jan 2014 16:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Erkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Was genau ist ein Schlaganfall? Ein Schlaganfall (Apoplex, Insult, Gehirninfarkt, Hirnschlag, englisch: Stroke)  wird durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn verursacht. Man unterscheidet zwei  Formen des Schlaganfalls: Schlaganfall durch Gefäßverschluss (Ischämischer Infarkt) Schlaganfall durch Hirnblutungen Durch diese Vorgänge erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe,  sie sterben ab. Das Schlaganfall Risiko steigt mit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Was genau ist ein Schlaganfall?</b></p>
<p>Ein Schlaganfall (Apoplex, Insult, Gehirninfarkt, Hirnschlag, englisch: Stroke)  wird durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn verursacht. Man unterscheidet zwei  Formen des Schlaganfalls:</p>
<ol>
<li>Schlaganfall durch Gefäßverschluss (Ischämischer Infarkt)</li>
<li>Schlaganfall durch Hirnblutungen</li>
</ol>
<p>Durch diese Vorgänge erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe,  sie sterben ab.</p>
<p>Das Schlaganfall Risiko steigt mit zunehmendem Alter deutlich an, aber auch jüngere Menschen, sogar Kinder können einen Schlaganfall erleiden.<span id="more-235"></span></p>
<p><b>Schlaganfall &#8211; Symptome</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b>1. Symptome als Warnzeichen</b></span></p>
<p>Dem eigentlichen Schlaganfall gehen in vielen Fällen kürzere Episoden mit ähnlichen Symptomen voraus, so genannte TIA &#8211;  transitorische (vorübergehende) ischämische Attacken<b>. </b> Eine TIA dauert nur wenige Minuten bis hin zu einigen Stunden, dann verschwinden die Beschwerden wieder. Sie sind Warnzeichen für einen Schlaganfall, der in absehbarer Zeit drohen kann. Trifft eines der folgenden typischen Warnzeichen auf, sollten sie sofort einen Arzt aufsuchen.</p>
<p>- kurzzeitige Sprachstörungen<br />
- Gedächtnisverlust<br />
- Missempfindungen oder kurz andauernde Lähmungserscheinungen (etwa als halbseitige Schwäche)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b>2. </b></span><b><span style="text-decoration: underline;">Symptome</span></b></p>
<p>Die anfänglichen Symptome unterscheiden sich grundsätzlich nicht von denen der Warnzeichen. Der einzige Unterschied ist die Dauer, da die Symptome/Ausfälle anhaltend sind.</p>
<p>Zu den auffälligsten Symptomen gehören körperliche oder geistige Ausfallerscheinungen. Dies können  sein:</p>
<p>- Plötzliche Verwirrung, Verständnis-, Sprachstörung und depressive Grundstimmung<br />
- Schwindel, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen (medizinisch: Ataxie), Gangstörungen<br />
- Taubheitsgefühl &#8211; oftmals einseitig<br />
- Lähmungen oder Schwäche im Arm, Bein, Gesicht oder der ganzen Körperhälfte<br />
- Schluckbeschwerden (Dysphagie)<br />
- Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit<br />
- starke Kopfschmerzen<br />
- Sehstörungen einseitig oder beidseitig in Form von Doppelbildern oder Gesichtsfeldausfällen<br />
- Wahrnehmungsstörungen bzw. fehlende Wahrnehmung eines Teils der Umwelt</p>
<p><b>Ein Test, der die Symptome für Schlaganfall innerhalb nur einer Minute mit relativer Sicherheit erkennen lassen soll. </b></p>
<p>Auch Ungeübte können mithilfe eines einfachen etablierten Tests einen Schlaganfall erkennen. Der Test  wurde von Medizinern in den USA entwickelt und ist bekannt als CPSS (Cincinnati Prehospital Stroke Scale) oder der englischsprachigen Eselsbrücke FAST (Face – Arms – Speech – Time; übersetzt:  Gesicht – Arme – Sprache – Zeit) und fragt Schlüsselsymptome für einen Schlaganfall ab:</p>
<p><b>1. </b><b>Kann der Betroffene lächeln? </b><br />
Bei einer Lähmung wäre das Gesicht auf einer Seite verzogen.</p>
<p><b>2. </b><b>Kann der Betroffene gleichzeitig beide Arme mit den Handflächen nach oben heben? </b><br />
Bei einer Lähmung kann nur ein Arm angehoben werden oder der Arm sinkt oder dreht sich. Bei geschlossenen Augen verstärkt sich diese Symptomatik.</p>
<p><b>3. </b><b>Kann der Betroffene einen einfachen Satz nachsprechen? </b><br />
Der Satz muss korrekt und deutlich wiedergegeben werden.</p>
<p><b>Was muss man tun?</b></p>
<p style="text-align: center;"><a style="font-weight: bold; font-size: 1rem; line-height: 1;" href="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2014/01/22559_original_R_B_by_Claudia-Hautumm_pixelio.de_.jpg"><img class="wp-image-239 aligncenter" alt="© Claudia Hautumm  / pixelio.de" src="http://www.praxiszungenbrecher.de/wp-content/uploads/2014/01/22559_original_R_B_by_Claudia-Hautumm_pixelio.de_.jpg" width="268" height="208" /></a></p>
<p style="text-align: center;">© Claudia Hautumm / pixelio.de</p>
<p>Treten solche Symptome bei Ihnen oder einer anderen Person auf,  alarmieren sie umgehend den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112. Denn ein Schlaganfall kann tödlich sein und jede Minute zählt! Sagen Sie dem Rettungsdienst, dass ein Schlaganfall vorliegen könnte und schildern Sie die Symptome. Warten Sie auf das Eintreffen des Rettungsdienstes und:</p>
<p>- Bringen Sie den Betroffenen in Seitenlage<br />
- Entfernen Sie vorhandene Zahnprothesen<br />
- Halten Sie die Atemwege frei<br />
- Geben Sie dem Betroffenen NICHTS zu Essen oder Trinken, da die Schluckfunktion gestört sein kann!<br />
- Kontrollieren Sie Puls- und Herzschlag</p>
<p>Alles Weitere übernimmt der Notarzt nach Eintreffen.</p>
<p>Wir hoffen, dass Ihnen der Artikel einen Überblick verschaffen konnte. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen, können Sie sich gerne jederzeit mit uns in Verbindung setzen.</p>
<p>Ihre Praxis für Logopädie Zungenbrecher</p>
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